Bauchtanz Information und Vermitlungs Portal aus Köln

Besucher Menü

Favoriten Hinzufügen

Präantike Figurinen und Reliefs PDF Drucken E-Mail

Präantike Figurinen und Reliefs

Flachrelief einer liegenden Frau aus dem Magdeleine, Penne, Tarn, Frankreich ca. 40.000 v.Chr.

Es gibt viele präantike Figurinen, Reliefs und Höhlenmalereien die überraschenderweise eine ganz typtische Armhaltung des Orientalischen Tanz es zeigen. Beide Arme sind sichelförmig über den Kopf erhoben. Diese typische Tanz pose gibt es natürlich auch in anderenTänzen und überall auf der Welt Tanz te der frühe Homo sapiens.

Damit sind diese Figurinen oder Reliefs kein Beweis, dass der orientalische Tanz aus sehr frühen Geburts-, Initiations- oder Fruchtbarkeitstänzen hervorging und seine „typische“ Haltung über Jahrtausende bewahrte. Es gibt bis heute auch keinen gegenteiligen Beweis für diese Theorie.


Aus dem Jungpaläolithikum und späteren Zeiten finden sich viele weibliche Figuren, sowie Reliefs von Frauen oder Göttinnen. Ab etwa 28.000 bis vor 21.000 Jahren findet sich das Venus von Willendorf, um 25.000 v. Chr.Gravettien, als Fruchtbarkeitssymbole (oder Göttinnen?) gedeutete Figuren wie die Venus von Willendorf deuten auf religiöse Vorstellungen hin. Einige Theorien wollen hier eine sehr frühe Verehrung der Weiblichkeit oder der Leben gebärenden Frau, bzw. einen matriarchalen Kult oder ein frühes Matriarchat erkennen. Beweise für Matriarchate in frühen archaischen Kulturen wurden bisher nicht gefunden. Für Vertreter der Frauenbewegung, insbesondere des differentialistischen Zweiges, bedeutet das Matriarchat im besonderen eine Zeit der Ur- und Frühgeschichte, in der die Frauen kulturschöpfend und prägend gewesen sind, aber nicht geherrscht haben. Es herrscht heute bei Historikern wie bei Feministinnen Einigkeit darüber, dass es Gesellschaften mit Frauenherrschaft nicht gegeben hat (siehe dort).

Erste dreidimensionale Skulpturen aus dieser Zeit zeigten meistens weibliche Figuren mit stark hervorgehobenen Geschlechtsmerkmalen wie großen Brüsten und breitem Becken oder aber Jagdtiere. Hergestellt wurden sie aus Stein und Ton, wahrscheinlich aber auch leichter vergänglichem Material wie Holz oder Knochen. Dabei wurden manche Details bei den weiblichen Statuetten nicht oder fast nicht ausgeführt, so etwa Gesichter, Arme und Beine. Einige Forscher interpretieren die Darstellungen als Fruchtbarkeits-Göttin (Erdmutter), eventuell auch als Hinweis auf ein vorherrschendes Matriarchat, sicher aber sind es keine realen Portraits. Man kann davon ausgehen, dass die durchschnittliche normale Steinzeitfrau keine Chance hatte, derartige ausgreifende Formen anzunehmen.

Einige Theorien möchten diese Funde und Malereien als Verehrungsbeweise des Ur-Weiblichen bzw. einer frühen Göttin, gerne mit dem als "ur-weiblichsten Tanz " bezeichneten Orientalischen Tanz in Verbindung bringen, um damit auch die spirituelle Kraft des Orientalischen Tanz es zu bekräftigen, der damit eine jahrzehntausendealte Geschichte bekommen würde.

Auch diese Theorien sind nur Mutmaßungen.