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Baladi
Der Tanz Baladi PDF Drucken E-Mail

Dieser Artikel behandelt einen Tanz . Für die gleichnamige Orangensorte. Baladi
 

* 1 Baladi
* 2
Orientalischer Tanz mit dem Shamadan
* 3
Iskanderani
* 4 Literatur

Baladi

Der Tanz Baladi wird auch Beledi oder Balady genannt. Die Wortbedeutung lautet "vom Lande" oder "vom Lande kommend", Adjektiv von "Balad" = das Land, kann aber auch die Bedeutung von "mein Land" (gebildet aus Balad + Personalendung "i" für mein) haben - und bezieht sich in diesem Fall auf den Tanz, jedoch keine ländliche Folklore. SoloTanz

Der Baladi stammt ursprünglich aus den ländlichen Regionen Ägyptens. Durch die Landflucht der Bevölkerung wurde der Tanz (Bauchtanz - Orientalicher_Tanz) in die Großstädte sozusagen mitgenommen und dort weiter entwickelt. So ist der Baladi heute vor allem ein folkloristisch anmutender Tanz (Bauchtanz - Orientalicher_Tanz) , der die Sehnsucht der ehemaligen Landbevölkerung nach ihrer alten Heimat ausdrückt und viele Elemente der orientalischen Folklore enthält. Baladi bedeutet "vom Lande kommend" und weist daher, auf die Musik bezogen, auf deren musikalischen Wurzeln in den Rhythmen, Liedern und musikalischen Formen der Volksmusik hin. Diese Bezeichnung wurde im städtischen Milieu der nordägyptischen Großstädte, besonders Kairo, weiterentwickelt. Man kann diese Entwicklung als kulturellen Ausdruck der Landflucht in Ägypten interpretieren.

Nach einer Art Taqsim folgen ein Dialog zwischen Melodie und Rhythmus und weitere Temposteigerungen des Rhythmus. Der Ausdruck eines breiten Gefühlsspektrums und komplexer rhythmischer Strukturen, hat Baladi zu einer anspruchsvollen musikalischen und tänzerischen Kunstform werden lassen. Die "neuen" Stadtbewohner, die ehemals auf dem Land wohnten, brachten ihre Traditionen in die Stadt mit, passten ihre Kultur und auch sich selbst den neuen Einflüssen an. Somit entstand auch eine neue Musik und ein neuer tänzerischer Ausdruck. Ein wesentliches Merkmal - dem Jazz, Soul und Blues vergleichbar - ist das zentrale Element der Improvisation = arab. Taqsim. Für die Tanz (Bauchtanz - Orientalicher_Tanz)stücke des Baladi werden vor allem einfache, so genannte "gerade" Rhythmen ohne große Orchestrierung und Feinheiten, verwendet.

Musiker und Tänzerin improvisieren innerhalb einer Grundstruktur, die im Laufe der Zeit immer komplexer wurde. Die Integration neuer Instrumente in diese Musik, wie Akkordeon und Saxophon, eröffnete weitere, bisher unbekannte und neue Ausdrucksmöglichkeiten. Der Musik des Baladi haftet oft eine Art Wehmut und Melancholie an, eine Trauer um die verlorengegangene alte Heimat, aber oft auch versteckte Kritik am bestehenden System und den aktuellen Lebensbedingungen, was den Baladi zum „Blues Ägyptens“ macht.

Für den Baladi verwendet die Tänzerin eine Galabija, viele Armreifen, große Ohrringe (alles in Gold), zwingend erforderlich ist ein Kopftuch oder Haarband und ein Tuch für die Hüfte.

 

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